Die Tariferfolge der IG Metall

Von der Jahrhundertwende bis heute

Die Tarifpolitik der IG Metall hat neben Lohnerhöhungen - der finanziellen Beteiligung der Arbeitnehmer an der wirtschaftlichen Entwicklung- noch eine Reihe anderer Erfolge vorzuweisen.

Unter anderem die Senkung der wöchentlichen Arbeitszeiten in der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie von 48 Stunden (Anfang der 50er Jahre) auf 35 Stunden (ab 1995), den Jahresurlaub von 30 Arbeitstagen, das Urlaubs- und Weihnachtsgeld, die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Verdienstsicherung und Kündigungsschutz für ältere Beschäftigte und noch vieles mehr...

Unser interaktiver Zeitstrahl zeigt Ihnen Jahr für Jahr, welche tarifpolitischen Erfolge die IG Metall erzielt hat. Stöbern Sie durch über 50 Jahre Tarifpolitik!

 

1956

Arbeitszeitverkürzung und Lohnausgleich

Barkasse der Streikleitung. Kiel 31.10.1956

1,5 % mehr Lohn und Gehalt, Arbeitszeit von 48 auf 45 Stunden verkürzt. 6,5 % Lohn ausgleich für Arbeitszeitverkürzung. Bild: Barkasse der Streikleitung. Kiel 31.10.1956

 

1957

Streikrekord

Mann der Wahlzettel in die Wahlurne steckt

In Schleswig-Holstein 16 Wochen Streik um Lohnfortzahlung bei Krankheit. Abkommen über Verkürzung der Arbeitszeit auf 44 Stunden ab 1959.

Bild: Urabstimmung der Metaller in Schleswig-Holstein

 

1958

Erfolg in der Textilbranche

1958

6 % mehr Lohn und Gehalt. Streik der Gewerkschaft Textil-Bekleidung in der Hersfelder Tuchindustrie.

 

1959

Weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen

Auto am Meer - 1950er Jahre

4,6 % mehr Lohn und Gehalt. Verkürzung der Arbeitszeit von 45 auf 44 Stunden.
2,3 % mehr Lohnausgleich für kürzere Arbeitszeit.

Bild: Urlaub im Süden - 1950er Jahre

 

1960/61

Weitere Erfolge in Lohnverhandlungen

Wintersportler auf Bahnhof - 1960er Jahre

1960: 8,5 % mehr Lohn und Gehalt.
1961: 5 % mehr Lohn und Gehalt.

Bild: Wintersportler auf Bahnhof - 1960

 

1962

Urlaubsdauer nach Lebensalter

Protestkundgebungen der IG-Metall in Baden-Württemberg

6 % mehr Lohn und Gehalt. Arbeitszeit von 44 auf 42,5 Stunden verkürzt. 3,5% Lohn ausgleich für Arbeitszeitverkürzung. Urlaub verlängert um 3 bis 6 Tage (Urlaubsdauer richtet sich nicht mehr nach Betriebszugehörigkeit, sondern nach Lebensalter).

 

1963

220.000 Metallarbeiter gehen erneut zu Urabstimmung

Bild eines Stimmzttels

5 % mehr Lohn und Gehalt.

 

1964

8 % mehr Lohn und Gehalt

Bild von Demonstration

8 % mehr Lohn und Gehalt. Arbeitszeit von 42,5 auf 41,5 Stunden verkürzt. 3% Lohn ausgleich für Arbeitszeitverkürzung. Urlaub verlängert um 1 bis 2 Tage.

Bild: Demonstranten der IG Metall gehen am 05.04.1963 bis zum Beginn der später gescheiterten Verhandlungen vor dem Stuttgarter Parkhotel auf und ab. Sie tragen Plakate an Bauch und Rücken gebunden.

 

1965/66

Hier wird gestreikt

Bild eines Mannes mit Streik-Plakat

1965: 3 % mehr Lohn und Gehalt. Zusätzliches Urlaubsgeld von 30%.

1966: 6 % mehr Lohn und Gehalt.

Bild: Streikposten und streikende Mitarbeiter vor dem Robert Bosch-Werk in Stuttgart-Feuerbach.

 

1967

Weitere Erfolge in Verhandlungen über Lohn und Arbeitsbedingungen

Junge Frauen und kleines Mädchen am Fenster eines Wohnwagens

1,9 % mehr Lohn und Gehalt. Einführung der 40-Stunden-Woche. 3,1 % Lohnausgleich für die Arbeitszeitverkürzung.

 

1968

Weitere Erfolge in Lohnverhandlungen

Otto Brenner

4 % mehr Lohn und Gehalt. Rationalisierungsschutzabkommen.

Bild: Der Vorsitzende der IG Metall, Otto Brenner, während seiner Ansprache an die Delegierten des Gewerkschaftstages in München am 5. September 1968.

 

1969

Ostermarsch 1969 in Frankfurt am Main

Ostermarsch 1969 in Frankfurt am Main

3 % mehr Lohn und Gehalt im Frühjahr. 8 % mehr Lohn und Gehalt im Herbst. Tarifver träge über den Schutz der Vertrauensleute und der Jugendvertreter.

 

1970

Ein neues Jahrzehnt beginnt

Campen in Italien 1970

Durchschnittlich 15,3 % mehr Lohn und Gehalt. Vermögenswirksame Leistungen: 26 DM je Monat (für Auszubildende 13 DM). Mehr Urlaub durch Nichtanrechnung des arbeitsfreien Samstags.

BIld: Blick über Wohnwagen auf dem Campingplatz NSU-Lido in Cavallino bei Venedig im Frühjahr 1970.

 

1971

Ein Tag mehr Urlaub!

DDR - Urlaubs-Wettkampf am Ostseestrand

Nettovergütung 180 DM für 3 Monate. Urlaub um 1 Tag verlängert.

Bild: Strandwettkampf von Urlaubern Anfang der 70er-Jahre bei Altenkirchen auf der Insel Rügen.

 

1972

Absicherung eines 13. Monatseinkommens

1972

1972 7,5 % mehr Lohn und Gehalt. Absicherung eines 13. Monatseinkommens (10 bis 30 % je nach Betriebszugehörigkeit). Urlaub um 1 bis 2 Tage verlängert.

 

 

1973

Streik in der Stahlindustrie

1973

1973 8,5 % mehr Lohn und Gehalt. Verdienstsicherung und Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer. Vereinbarung über die Zahlung von Kontoführungsgebühren.
Bild: Spontaner Streik in der Stahlindustrie 27.08.1973

 

1974

Absicherung eines 13. Monatseinkommens

1974

Durchschnittlich 11,6 % mehr Lohn und Gehalt. Absicherung eines 13. Monatseinkommens auf 10 bis 40 % je nach Betriebszugehörigkeit erhöht. Zusätzliches Urlaubsgeld auf 50 % erhöht. Urlaub um 2 Arbeitstage verlängert. Streik im Unterwesergebiet um Alterssicherung.
Bild: Die Belegschaft der Bremer Vulkanwerft streikt: 22.03.1974

 

1975

Demonstration gegen geplante Schließungen

Audi-Arbeiter demonstrieren gegen Werksschließung

6,8 % mehr Lohn und Gehalt.

Bild: Mit einem Spruchband "Audi Neckarsulm muß bleiben" marschieren im April 1975 Arbeiter des Automobilherstellers Audi NSU durch die Innenstadt von Heilbronn. Sie demonstrieren gegen die geplante Schließung des Automobilwerkes.

 

1976

Vermögenswirksame Leistungen

1976

1976 5,4 % mehr Lohn und Gehalt. Urlaub um 1 Arbeitstag verlängert. Vermögenswirksame Leistungen auf 39 DM erhöht. (Für Auszubildende auf 19,50 DM).

 

1977

Demonstration für einen tarifvertraglichen Abgruppierungsschutz

1977

6,9 % mehr Lohn und Gehalt. Absicherung eines 13. Monatseinkommens auf 20 bis 50 % je nach Betriebszugehörigkeit erhöht.

 

 

1978

Streik und Aussperrung

Menschengruppe mit Plakaten

5 % mehr Lohn und Gehalt. In einigen Tarifgebieten: Vertrag zur Sicherung der Eingruppierung und Abgruppierung. Streik und Aussperrung in Nordwürttemberg/Nordbaden. Die Folge: siehe 1979.

 

1979

Urlaub nach Stufenplan

10000 Metaller demonstrieren gegen Aussperrung.

Auch in der verarbeitenden Industrie wird der Urlaub nach einem Stufenplan verlängert: auf 30 Tage für alle. 4,3 % mehr Lohn und Gehalt.

 

1980

Weitere Erfolge in Verhandlungen über Lohn und Arbeitsbedingungen

IG Metallkonferenz fuer Mitbestimmung mit dem Vorsitzenden Eugen Loderer

6,8 % mehr Lohn und Gehalt. Einmalzahlung 30 bis 165 DM für untere Lohngruppen. Vermögens wirksame Leistungen erhöhen sich auf 52 DM (für Auszubildende auf 26 DM). 1 bis 2 Tage Urlaub mehr.
Bild: IG Metallkonferenz fuer Mitbestimmung mit dem Vorsitzenden Eugen Loderer.

 

1981

Warnstreik

 4,9 % mehr Lohn und Gehalt und eine Pauschale von je 120 DM für Februar und März. Alle über 25-Jährigen erhalten 30 Tage Urlaub, das sind 1 bis 2 Tage mehr.

 

1982

Großdemonstration gegen "soziale Demontage"

1982 - Großdemonstration gegen "soziale Demontage"

4,2 % mehr Lohn und Gehalt und eine Pauschale von 120 DM für Februar. Der Urlaub für die 18- bis 25-Jährigen erhöht sich um 2 Tage, jetzt 30 Tage Urlaub.

 

1983

35-Stunden-Woche

Demonstration 35-Stunden-Woche 1983

3,2 % mehr Lohn und Gehalt. Alle Arbeitnehmer in der Metallindustrie, auch die unter 18-Jährigen, haben jetzt 30 Arbeitstage Urlaub (Stufenplan aus dem Jahre 1979). Anschlussvertrag für die vermögenswirksamen Leistungen.

Bild: Demonstration 35-Stunden-Woche 1983

 

1984

Tarifverträge zum Vorruhestand

Demonstration 1984

3,3 % mehr Lohn und Gehalt. Einmalzahlung 250 DM (in Nordwürttemberg/Nordbaden und Hessen Streik um Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit). In allen Tarifgebieten Tarifverträge zum Vorruhestand.

 

1985

38,5 Stunden wöchentliche Arbeitszeit

Bild einer Demonstration

Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 38,5 Stunden (3,9 % Lohnausgleich) und 2 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. April.

 

1986

Erhöhung der Ausbildungsvergütungen

Bild von Demonstration

4,4 % mehr Lohn und Gehalt. Anstelle der Erhöhung für April Pauschalbetrag von 230 DM. Erhöhung der Ausbildungsvergütungen von 30 auf 35 DM.

 

87/88/89

Verkürzung der Arbeitszeit auf 37 Stunden

Demonstration

1987: 3,7 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütungen.
Ab 1. April 1988: Verkürzung der Arbeitszeit auf 37,5 Stunden. Lohnausgleich: 2,7 %, sowie 2 % mehr Lohn, Gehalt und 1989 Ausbildungsvergütungen.
Ab 1. April 1989: Verkürzung der Arbeitszeit auf 37 Stunden. Lohnausgleich: 1,4 %, sowie 2,5 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütungen.

 

1990

Weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen

lachende Frau

6 % mehr Lohn und Gehalt . Für April und Mai einmalige Zahlungen von je 215 DM.
Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 bis 90 DM. Ab 1. April 1993 Verkürzung der Arbeitszeit auf 36 Stunden. Ab Oktober 1995 gilt für die gesamte Metallindustrie die 35-Stunden- Woche bei vollem Lohnausgleich. Alle Auszubildenden haben ab 1990 die 37-Stunden- Woche, die weiteren Arbeitszeitverkürzungen gelten auch für sie.

 

1991

Alte und neue Bundesländer

6,7 % mehr Lohn und Gehalt. Für April und Mai einmalige Zahlungen je 290 DM.
Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 bis 140 DM. Verbesserung der Lohnstruktur durch dauerhafte Anhebung der unteren Lohngruppen. In den neuen Bundesländern werden tarifliche Löhne, Gehälter, Vergütungen für Auszubildende und die Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) in jährlichen Stufen bis 1994 auf West-Niveau angehoben. Die Arbeitszeit wird in 2 Stufen bis 1996 auf 38 Stunden verkürzt. Ab 1995 gibt es 50 % Urlaubsgeld und 30 Tage Urlaub ab 1996.

 

1992

5,4 % mehr Lohn und Gehalt

Alte Bundesländer: 5,4 % mehr Lohn und Gehalt. Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 75 DM. Erhöhung der Sonderzahlung um 5 % in allen Stufen. Ab 1. April 1993 Verkürzung der Arbeitszeit auf 36 Stunden. 3 % mehr Lohn und Gehalt.
Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 50 DM.
Erhöhungen der Sonderzahlungen um weitere 5 % in allen Stufen.

 

1993

Streik gegen widerrechtliche Kündigungen

Neue Bundesländer:  Widerrechtliche Kündigung laufender Tarifverträge in den neuen Bundesländern. Nach 2 bzw. 3 Wochen Streik in der Metallindustrie von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie in der Stahlindustrie wurde ein neuer Stufenplan abgeschlossen, der eine Angleichung von Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen in Stufen bis zum 1. Juli 1996 vorsieht.

 

1994

Übernahmeverpflichtung für Ausgebildete

Alte Bundesländer: 2 % ab 1. Juni, Kompensation dieser Erhöhung durch eine einmalige 10%ige Kürzung der Sonderzahlung. Die Urlaubsbestimmungen treten unverändert wieder in Kraft. Tarifvertrag über beschäftigungssichernde Maßnahmen. Übernahmeverpflichtung für Ausgebildete.

 

1995

Zweiwöchiger Streik in Bayern

Alte Bundesländer: Nach zweiwöchigem Streik in Bayern: 3,4 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. Mai, weitere 3,6 % ab 1. November. Für Januar, Februar, März, und April eine Pauschale von je 152,50 DM. 3,4 % Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab Januar und weitere 3,6 % ab November. Inkrafttreten der 35-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich zum 1. Oktober 1995. Der Tarifvertrag über vermögenswirksame Leistungen wurde für 5 Jahre wieder in Kraft gesetzt.

 

1997

Aus-, Fort- und Weiterbildung.

1997

Alte Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: Abschluss Tarifvertrag zur Förderung von Aus-, Fort- und Weiterbildung.

 

1997/98

Erfolge in den alten und neuen Bundesländern

Alte Bundesländer: 1,5 % mehr Lohn und Gehalt ab April 1997, 2,5 % ab 1998. Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Sicherung der 100 % Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Verlängerung der Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung. Neue Bundesländer: Aufgrund des Stufenplanes von 1993: Übernahme der für die alten Bundesländer erzielten Entgelterhöhungen. Sicherung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und tarifliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung.

 

1999

Metall- und Elektroindustrie

Alte Bundesländer: Metall- und Elektroindustrie: 3,2 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. März. Für Januar und Februar Pauschale von 350 DM. Einmalbetrag von 1% des Monatsentgelts aus zwölf Monaten. Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Neue Bundesländer: Metall- und Elektroindustrie: Übernahme des Ergebnisses aufgrund eines zentralen Abkommens mit einmonatiger Verzögerung. Für Februar 175 DM. Einmalbetrag berechnet auf elf Monate.

 

2000

Erfolge zum neuen Jahrtausend

Alte und neue Bundesländer: Metall- und Elektroindustrie: 3 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. Mai 2000. 3 % mehr für Auszubildende. Alte Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: 2,4 % mehr ab September 2000. Alte Bundesländer: Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: z. B. 2,5 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. April 2000. BRD-Weit: Flächendeckende Tarifverträge zur Beschäftigungsbrücke mit Rechtsanspruch auf Altersteilzeit und Übernahme der Ausgebildeten für 12 Monate ab Mai 2002.
 

 

2001

„MetallRente"

Metall- und Elektroindustrie/Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: Abschluss Tarifvertrag
Entgeltumwandlung zur Altersversorgung. Bildung einer gemeinsamen Einrichtung von
IG Metall und Gesamtmetall zur überbetrieblichen Altersversorgung „MetallRente".

 

2002

Weitere Erfolge in Lohnverhandlungen

Alte Bundesländer:Textil- und Bekleidungsindustrie: 3 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. Oktober 2002. In 2004 Erhöhung des Urlaubsgeldes um 5,7 %. Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: z. B. 3 % mehr ab 1. Juni. Metall- und Elektroindustrie: Nach Streik in Baden-Württemberg und Berlin/Brandenburg: 3,1 % mehr ab 1. Juni 2002 plus 0,9 % ERA-Strukturkomponente (4 % im Volumen). Vereinbarung von Eckpunkten und einer verbindlichen Zeitplanung für einen gemeinsamen Entgeltrahmentarifvertrag.

 

2003

Mehr Lohn für Auszubildende

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: 2,5 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. Juli. Für April, Mai und Juni Pauschale von 150 Euro. Je 25 Euro mehr für Auszubildende ab 1. April.

 

2003

Pforzheimer Vereinbarung

Metall- und Elektroindustrie: 1,5 % mehr plus 0,7 % ERA-Strukturkomponente (2,2 % im Volumen) ab 1. März 2004, weitere 2 % plus 0,7 % ERA-Strukturkomponente (2,7 % im Volumen) ab 1. März 2005. Abschluss eines Tarifvertrages zur Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung „Pforzheimer-Vereinbarung“.

 

2004

Tarifvertrag zur Förderung der Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit

Alte Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: 1,8 % mehr ab 1. Januar 2006. Für 2005 vier Einmalzahlungen von je 108 Euro, Auszubildende je 50 Euro. Abschluss eines Tarifvertrages zur Förderung der Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: z. B. 1,5 % mehr ab 1. Juni. Für April und Mai Pauschale von 30 Euro.

 

2005

Weitere Erfolge

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: z. B. 1,54 % mehr ab 1. Mai.

 

2005

Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes

Neue Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: 1,8 % mehr ab 1. November 2006. Für Oktober 2005, Januar, April und Juli 2006 je eine Einmalzahlung von 100 Euro. Auszubildende erhalten 50 Euro. Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes um 30 Euro. Fortführung des Tarifvertrages Altersteilzeit bis zum 31. Dezember 2007. Zusätzlicher Arbeitgeberbeitrag zur Altersvorsorge um 100 Euro auf 230 Euro

 

2006

3 % mehr ab 1. Juni

Metall- und Elektroindustrie: 3 % mehr ab 1. Juni. Für März bis Mai 2006 Einmalzahlung von 310 Euro, Auszubildende 90 Euro. Abschluss eines Tarifvertrages zu altersvorsorgungswirksamen Leistungen (TV-AVWL) und eines Qualifizierungstarifvertrages.

 

2006

Zusätzliches Urlaubsgeld

Alte Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: 2,5 % mehr ab 1. November 2006, weitere 2 % ab 1. Mai 2007. Für Mai bis Oktober 2006 Einmalzahlung je 170 Euro, Auszubildende Einmalzahlung 2 x 85 Euro. Tarifvertrag über zusätzliches Urlaubsgeld und betriebliche Sonderzahlungen bleibt unverändert in Kraft. Tarifvertrag zur Altersteilzeit wird verlängert.

 

2006

Mehr Lohn und Gehalt

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: z. B. 2,5 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. November. 2,5 % mehr für Auszubildende ab 1. August. Für Juni bis Oktober 2006 Einmalzahlung von 350 Euro.

 

2007

Fortführung des Tarifvertrages Altersteilzeit

Neue Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: 3 % mehr ab 1. Juni 2007, weitere 2,7 % ab 1. Juli 2008. Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes auf 263 Euro für 2007 und auf 270 Euro für 2008. Fortführung des Tarifvertrages Altersteilzeit bis zum 31. März 2009.

 

2007

Ausbildungsvergütung

Metall- und Elektroindustrie: 4,1 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab 1. Juni 2007, weitere 1,7 % ab 1. Juni 2008. Für April und Mai 2007 Einmalzahlung 400 Euro, Auszubildende 125 Euro.

 

2007

Einmalzahlung von 300 Euro

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: z. B. 3,6 % mehr ab 1. Juli 2007, weitere 2,5 % ab 1. August 2008. Für April bis Juni 2007 Einmalzahlung von 300 Euro, für Mai bis Juli 2008 Einmalzahlung von 345 Euro.

 

2008

Textil- und Bekleidungsindustrie

3,6 % mehr ab 1. Juni. Auszubildende erhalten zusätzlich 30 Euro tabellenwirksam. Für April und Mai 2008 Einmalzahlung von 200 Euro, Auszubildende erhalten 100 Euro. Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit wurde bis zum 31. Dezember 2009 verlängert.

 

2008

Metall- und Elektroindustrie

4,2 % mehr, davon als Vorweganhebung 2,1 % ab 1. Februar 2009 und 2,1 % ab 1. Mai 2009. Für November, Dezember 2008 und Januar 2009 Erhöhungsbetrag von 510,00 Euro, Auszubildende erhalten 133,00 Euro. Abschluss Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente und Tarifvertrag Beschäftigungssicherung und -aufbau.

 

2009

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie

z. B. 1,5 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. November 2009, weitere 1,7 % ab 1. November 2010. Für Mai bis September 2009 Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro (je Monat 40 Euro), für Oktober 2009 bis Februar 2010 Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro (je Monat 40 Euro), 20 bis 25 Euro in 2 Stufen mehr für Auszubildende.

 

2009

Textil- und Bekleidungsindustrie

1,5 % mehr, weitere tabellenwirksame Erhöhung von 40 Euro, Auszubildende 20 Euro ab 1. Januar 2010. Für Mai bis Dezember 2009 monatliche Einmalzahlung in Höhe von je 42,50 Euro, Auszubildende 21,25 Euro, für Januar und Februar 2011 Einmalzahlung von insgesamt 99 Euro, Auszubildende 49,50 Euro. Erhöhung des Urlaubsgeldes ab 2010 um 1,5 %.

 

2010

Metall- und Elektroindustrie

2,7 % mehr ab 1. April 2011. Für Mai 2010 bis März 2011 Einmalbetrag in Höhe von 320 Euro, Auszubildende 120 Euro. Abschluss von Tarifverträgen, die die Kurzarbeit mit Absenkung der Remanenzkosten und die Arbeitszeitabsenkung bis auf 28 (26) Stunden mit Teilentgeltausgleich sowie die Verbesserung der Übernahmeregelungen für Auszubildende regeln.

 

2011

Stahlindustrie und Schlosserhandwerk

Stahlindustrie: Gleiche tarifliche Bedingungen für Ost und West werden durchgesetzt: 3,8 % mehr Lohn, auch für Auszubildende. Einführung der unbefristeten Übernahme nach Abschluss der Ausbildung.
Schlosserhandwerk: 12 Monate Übernahme nach Ausbildungsabschluss, Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50 Euro.

 

2011

Textil- und Bekleidungsindustrie

Alte Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: Anhebung der Entgelte ab 1. Oktober 2011 um 3,6 Prozent.
Neue Bundesländer: Textil- und Bekleidungsindustrie: Anhebung der Entgelte ab 1. Juni 2011 um 2,5 Prozent und ab 1. April 2012 um weitere 2,3 Prozent.
Textildienste: Anhebung der Entgelte ab 1. Juni 2011 um 2,7 Prozent und ab 01. Juni 2012 um 2,3 Prozent. Die Entgelte in neuen Bundesländern erhöhen sich um die gleichen Erhöhungsbeträge

 

2012

Erfolge für Leiharbeiter

1.Tarifvertrag zwischen der IG Metall und dem Bundesverband der Personaldienstleister und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen: Leiharbeiter in der Metall und Elektroindustrie erhalten ab November 2012 Branchenzuschläge.

Metall- und Elektroindustrie: Der Betriebsrat bekommt mehr Mitspracherecht im Thema Leiharbeit. Nach 24 Monaten erhalten Leiharbeiter einen festen Arbeitsvertrag.

 

2012

Metall- und Elektroindustrie

Metall- und Elektroindustrie: 4,3% mehr Gehalt. Die unbefristete Übernahme von Auszubildenden wird zur Regel.
KFZ Handwerk: In Hessen erhalten die Kfz-Beschäftigten ab Mai einmalig 100 Euro und ab Juni 3,8% mehr Geld. Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 3,8%. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 13 Monate.
In Baden-Württemberg erhalten Azubis durch den neuen Tarifabschluss 4% mehr Geld. Auch eine Übernahme für 12 Monate ist garantiert.

 

2012

Textil- und Bekleidungsindustrie

Für Januar bis April 2013 Einmalzahlungen in Höhe von je 60 Euro, Auszubildende erhalten je 25 Euro. 3 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. Mai 2013. 
Ausbildungsvergütungen erhöhen sich um 50 Euro ab 1. Mai 2013. 2 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung ab 1. Juni 2014. 3 % mehr zusätzliches Urlaubsgeld 2013, weitere 2 % mehr 2014.

 

2013

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie | Metall- und Elektroindustrie

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: z. B. 3 % mehr Lohn und Gehalt ab 1. März 2013. Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 30 Euro ab 1. August 2013.

Metall- und Elektroindustrie: 3,4 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab 1. Juli 2013. Ab 1. Mai 2014 weitere Erhöhung um 2,2 %.

 

2013

Stahlindustrie

3 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütungen ab 1. März 2013. Daneben gibt es für die Beschäftigten verbesserte Möglichkeiten für Altersübergänge.

 

2013

Kfz-Handwerk

z. B. 2,8 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung ab 1. Juli 2013 und ab 1. August 2014 Erhöhung um weitere 2,8 %.

 

2014

Stahlindustrie

2,3 % mehr Lohn und Gehalt ab 01. Juli 2014. Auszubildende erhalten monatlich 36,- Euro mehr. Ansprüche aus Tarifvertrag Altersteilzeit bleiben auch nach Einführung der Rente mit 63 und 45 Beitragsjahren erhalten. Erste Regelungen zum Einsatz von Werkverträgen werden vereinbart.

 

2014

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie

z. B. 3 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung ab 1. September 2014: Eine Einmalzahlung für die Monate Mai bis August von einmalig 160 Euro. Auszubildende erhalten einmalig 50 Euro.

 

2014

Textil- und Bekleidungsindustrie West

Von Januar bis Mai 2015 erhalten die Beschäftigten jeweils 60 Euro. Auszubildende erhalten jeweils 30 Euro. Ab Juni 2015 werden die monatlichen 60 Euro für Beschäftigte und 30 Euro für Auszubildende zu tabellenwirksamen Erhöhungsbeträgen. 2,4 % mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung ab Juni 2016.

 

2015

Metall- und Elektroindustrie

Metall- und Elektroindustrie: 3,4 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab April. Für Januar bis März: 150 €. Erste Regelungen zu geförderter Bildungsteilzeit sowie verbesserte Regelungen zur Altersteilzeit.

 

2015

Eisen- und Stahlindustrie

In NRW gibt es für die Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab Januar 2016 um 2,3 %, sowie
eine Fahrkostenerstattung für Auszubildende. Für November und Dezember 2015 erhalten Beschäftigte 200 €, sowie Auszubildende 80 €.

Textilindustrie Ost: Für die Beschäftigten gibt es eine Erhöhung der Entgelte im Mai um 3,0 % und im August 2016 um weitere 2,3 %. Stufenweise erhalten die Beschäftigten eine Erhöhung des Urlaubsgeldes bis 2016 um 100 €,  Auszubildende eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen.

 

2016

Metall- und Elektroindustrie

Ab Juli erhalten die Beschäftigten 2,8% mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung plus weitere 2% ab April 2017. Verschiebemöglichkeiten für den Pauschalbetrag werden eingeschränkt und erfordern die Genehmigung aller Tarifparteien.

Ab Mai 2016 gibt es 2% mehr Lohn und Gehalt plus weitere 1,7% ab Juli 2017. Ein Demografietarifvertrag wird abgeschlossen.

 

2016

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie

Ab Mai erhalten die Beschäftigten 2 % mehr Lohn und Gehalt, für Auszubildende bedeutet das jeweils 20 €  mehr.
Weitere 1,7 % mehr erhalten alle Beschäftigten ab Juli 2017 (Auszubildende nochmals je 20 € mehr). Der Abschluss eines Demografietarifvertrages folgt.