Was heißt Gute Arbeit?

Wir fragen nach und setzen um

Fast jeder von uns verbringt einen Großteil seiner Zeit am Arbeitsplatz. Die Arbeit beeinflusst Körper und Geist. Das kann gut oder schlecht sein. Mit ihrer Initiative "Gute Arbeit" setzt die IG Metall deutschlandweit Maßstäbe und bringt sich auch international in die Debatte um Gute Arbeit ein.

 

Gute Arbeit ist Arbeit

  • bei der Beschäftigte mitreden und mitgestalten können
  • mit einem gerechten Entgelt
  • mit einem nachhaltigen Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • mit sozialer Sicherheit
  • ohne Diskriminierung

Die Realität vieler Beschäftigter sieht oft anders aus: Hetze, Leistungsdruck und Dauerstress, geringe Bezahlung, Arbeiten ohne Ende, Angst um den Arbeitsplatz, gesundheitlich beeinträchtigte und behinderte Beschäftigte werden aus dem Arbeitsleben gedrängt. Erschreckend: Nur jeder zweite Beschäftigte geht derzeit davon aus, bei den derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zum Eintritt ins Rentenalter durchzuhalten.


Die Merkmale, die eine Gute Arbeit ausmachen, sind vielfältig. Ebenso vielfältig müssen daher die Maßnahmen sein, mit denen wir Gute Arbeit im Betrieb erreichen. Deshalb gibt es den DGB-Index Gute Arbeit. Dieser ist auch die Grundlage für unsere Initiativen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen.

DGB-Index Gute Arbeit

Mit dem DGB-Index Gute Arbeit haben die Gewerkschaften ein wissenschaftliches Instrument eingeführt, das die Arbeitsbedingungen aus der Sicht der Beschäftigten erfasst. Seit 2007 wird so jährlich die Arbeitsqualität in Deutschland gemessen. Maßgeblich ist dabei nur das Urteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Regionen, Branchen, Einkommensgruppen und Beschäftigungsverhältnissen und werden nach ihrer Sicht auf die Arbeitsgestaltung befragt.

IG Metall und Gute Arbeit

Gute Arbeit bedeutet, dass Arbeit die Gesundheit und Lebensqualität fördert und jeder seine Fähigkeiten einbringen und entwickeln kann. Eine gute Ausbildung, Qualifizierung und lernförderliche Arbeitsbedingungen gehören dazu. Gute Arbeit heißt aber auch: Die Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet sein, dass Familie und Beruf vereinbar sind und die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten bis zum Rentenalter erhalten bleibt. Nur so kann Frühverrentung verhindert werden. Das wiederum spart im gesamten Sozialsystem Kosten.

Nützliche Tipps und Infos

Mit den "Tipps für den Arbeitsplatz" bietet die IG Metall wichtige Informationen für die Beschäftigten. Von der Lärmprävention bis zur Vermeidung psychischer Belastungen finden Sie hier nützliche Tipps. In der Zeitschrift "Gute Arbeit" verfassen Experten der IG Metall immer wieder Gastbeiträge und beleuchten die Arbeitsbedingungen in Deutschland und im Ausland. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Themen.

Jahrbuch Gute Arbeit

Mehrere Millionen Menschen erleben täglich eine Arbeitswelt, die aufreibender und unsicherer wird. Inzwischen ist Gute Arbeit Handlungsfeld für Betriebe, Politik und Gewerkschaften. "Wir wollen erfolgreiche Beispiele publik machen, um zu zeigen, dass es auch anders geht. Die Umfragen im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit zeigen eindeutig, dass die Menschen gute Arbeit wollen und nicht einfach nur Arbeit. Das Buch thematisiert diese konkreten Wünsche ebenso, wie die strategische Debatte darum", erklärt Dr. Hans-Jürgen Urban, IG Metall-Vorstandsmitglied und Mitherausgeber.

 

Der DGB-Index Gute Arbeit erfasst und beurteilt einmal jährlich die Arbeits- qualität. Maßgeblich ist dabei aus- schließlich das Urteil der Arbeit- nehmerinnen und Arbeitnehmer.