Stefan Haehner

Stefan Haehner, Kfz-Mechaniker

"Es ist finanziell eng bei uns. Ich habe zwei Töchter im Alter von drei und neun Jahren. Wir kaufen meistens bei Lidl ein. Was anderes können wir uns nicht leisten. Ins Kino, abends ausgehen, Urlaub haben meine Frau Daniela und ich uns abgeschminkt. Du guckst wie besessen immer auf dein Konto und fragst dich, ob es diesen Monat reicht. Manchmal helfen meine Eltern aus. Aber mit 26 möchte ich endlich auf eigenen Beinen stehen. Gelernt habe ich Kfz-Mechaniker. Leider wurde der Betrieb Georg von Opel insolvent. Nach der Lehre habe ich mich von einer Befristung zur nächsten gehangelt. Als Leiharbeiter hatte ich zeitweilig nur 7 Euro in der Stunde. Als Aushilfe bei Stabilus in Koblenz war es etwas besser. Doch dann kam die Krise und alle Aushilfen mussten gehen. Danach war ich ein Jahr arbeitslos. Ich kam als Leiharbeitnehmer wieder zu Stabilus. Der Betriebsrat hat sich für mich eingesetzt, jetzt habe ich Aussicht auf einen festen Vertrag. Die Hungerzeit hat dann hoffentlich ein Ende."