Teilhabe und Demokratie im Betrieb

Unser Handeln wirkt

Teilhabe und Demokratie im Betrieb sind keine Selbstläufer. Sie durchzusetzen erfordert Mühe, Zeit und einen langen Atem. Gewerkschafter im Betrieb denken mit und bringen konstruktive Ideen ein – das ist unser Geschäft.

 
Frau mit argumentierender Geste

Wir stehen für ein gutes Leben, Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität, Gleichheit, Würde, Anerkennung und Respekt. Unsere Werte sind die Basis dafür, dass sichere und faire Arbeit und Zukunftsbedingungen tatsächlich durchgesetzt werden. Die jahrzehntelange Erfahrung der IG Metall ist gefragt, vor allem unser Geschick als konstruktiver Verhandlungspartner. Durch unser Engagement setzen wir Standards.

In den Betrieben haben wir einen Blick auf die Arbeitsbedingungen. Da geht es um praktische Dinge wie die Arbeitsplatzsicherheit, Ausbildungsplätze, den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben oder Weiterbildungsmaßnahmen.

Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, wenn es Probleme gibt

Dabei kommen wir auch um Konflikte nicht herum. Und das wollen wir auch nicht. Denn Konflikte bieten Chancen. Die Beteiligung der Belegschaften kann dazu führen, dass sich etwas verändert, ein Tarifvertrag durchgesetzt oder die Beschäftigung gesichert wird. Wir lösen die Konflikte nicht aus, tragen die Probleme nicht in die Arbeitswelt. Sie sind bereits da. In vielfältiger Form und auf verschiedenen Ebenen. Wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht fair bezahlt werden und der Missbrauch durch Leiharbeit toleriert, wo die Zukunft des Unternehmens aufs Spiel gesetzt oder gegen die Interessen der Beschäftigten gehandelt wird, da wollen wir nicht wegschauen. Sicherheit, Gerechtigkeit, Perspektiven und eine Zukunft in Arbeit gibt es nicht ohne Konflikte. Es liegt an uns, der IG Metall, unseren Mitgliedern und Betriebsräten im Betrieb, diese bestehenden Konflikte aufzugreifen, sie zum Thema zu machen und im Sinne der Beschäftigten erfolgreich zu lösen.

IG Metall-Betriebsräte sind Interessenvertreter

Der Betriebsrat ist die gesetzliche Interessenvertretung der Beschäftigten – aber kein Stellvertreter der Beschäftigten. Der Betriebsrat wird von der gesamten Belegschaft für vier Jahre gewählt. In unserem Organisationsbereich sind rund 80 Prozent der Betriebsratsmitglieder in der IG Metall organisiert und werden von uns qualifiziert. Interessenvertretung bedeutet, die Bedürfnisse der Beschäftigten zu kennen, ernst zu nehmen und Lösungen zu finden. Gemeinsam. Auf Augenhöhe. Solidarisch. Und konsequent. Die größten Einflussmöglichkeiten im Unternehmen hat der Betriebsrat bei den „sozialen Angelegenheiten“: etwa bei Fragen zum täglichen Arbeitsbeginn, zur Festlegung von Prämien oder der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Ein kompetenter Partner in Sachen Arbeit ist unersetzlich

Unterstützt werden die Betriebsräte durch ein Netz von IG Metall-Vertrauensleuten, die ehrenamtlichen Vertreter der IG Metall im Betrieb. Sie werden von den IG Metall- Mitgliedern gewählt. Zu ihren Aufgaben gehört es, über die Rechte aus Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen zu informieren. Und auch über Gesetze zum Gesundheitsschutz und zur Arbeitssicherheit. Die Vertrauensleute diskutieren mit den Mitgliedern über Tarifforderungen, informieren über die Politik der IG Metall und stellen außerdem die Kandidaten für die Betriebsratswahl auf.

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) ist sozusagen die Junior-Variante des Betriebsrats. Sie vertritt die Interessen der jungen Beschäftigten und Auszubildenden. Unsere aktiven Mitglieder, Betriebsräte und Vertrauensleute beweisen das täglich. Auf die Entscheidungen von Unternehmern, Managern und Vorgesetzten können wir Einfluss nehmen – das ist gesetzlich verbrieft. Doch auch der beste Betriebsrat kann nichts bewirken, wenn die Beschäftigten und vor allem die Mitglieder der IG Metall ihm nicht den Rücken stärken. Nur gut organisierte Belegschaften können gemeinsame Interessen erfolgreich durchsetzen.

 

Nachgefragt bei Betriebsrätinnen und Betriebsräten

Interview mit Udo Belz

Udo Belz

„Es gibt Situationen, da muss der Betriebsrat Flagge zeigen.“

 

Aus Erfahrung - Interview mit Andreas Schmidt

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