Junge Generation

Mehr als ein Job – das halbe Leben!

Wer seine Zukunft planen, eine Familie gründen oder sich einen Traum erfüllen will, braucht einen festen Platz im Arbeitsleben.

 
junger IG-Metall Aktivist

Die Arbeit ist das halbe Leben, da müssen mehr als nur die Eckdaten stimmen. Jedoch sieht die Realität ganz anders aus: Zwei Drittel der heute unter 35-Jährigen waren bei ihrem Berufseinstieg mit unsicherer und schlecht bezahlter Beschäftigung oder gar Arbeitslosigkeit konfrontiert. Sicherheit suchen junge Menschen heute im Beruf oft vergeblich. Ausbildungsplatzsuche, Praktikum, Befristung, Leiharbeit oder Arbeitslosigkeit steht auf den Steinen, die ihnen den Weg in eine sichere Zukunft verbauen. Wer einen Ausbildungsberuf erlernen konnte und nach der Ausbildung einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag bekommt, hat Glück. Für Uni-Absolventen bleibt häufig nur ein Praktikum nach dem anderen. An den jungen Menschen liegt es nicht. Sie sind zielstrebig, flexibel und pflichtbewusst. Bildung, persönliches Fortkommen und ein guter Verdienst haben einen hohen Wert.

Kurzsichtige Politik führt zu gesellschaftlichen Problemen

Begriffe wie „Generation Praktikum“ und „Generation Prekär“ sind in die Alltagssprache eingezogen. In einer Gegenwart, die durch Unsicherheit und Armut, fehlende Perspektiven und Niedriglöhne für Hunderttausende geprägt ist, läuft etwas verkehrt. Fehlende sichere und faire Arbeit bremst in vielen Fällen nicht nur die Familienund Lebensplanung: Sie zerstört auch das Vertrauen in unsere Gesellschaft. Arbeit muss sicher und fair sein. Appelle jedoch allein reichen nicht aus in einer Gesellschaft, in der das Versprechen einer besseren Zukunft für junge Menschen schon lange nicht mehr eingehalten wird. Wir decken die gesellschaftlichen Missstände auf und setzen uns in den Betrieben für eine Zukunft mit Perspektiven durch Ausbildung, Weiterbildung sowie gerechte Arbeitsbedingungen ein.

Junge Interessen gestalten

Zu einem guten Leben gehört gute Arbeit: Arbeit von der man leben kann, Arbeit, die gefällt, die Spaß macht, die weder unter- noch überfordert. Arbeit, die herausfordert und nicht krank macht. Arbeit, die Zeit für die Familie und Freizeit lässt und berufliche Perspektiven bietet. Die Arbeit bestimmt unser Leben; die Arbeitsbedingungen sind viel zu wichtig, um sie allein den Arbeitgebern zu überlassen. Denn zur Arbeitswirklichkeit junger Leute gehört, dass nur 15 Prozent der jungen Beschäftigten ihre Arbeitsbedingungen als gut bezeichnen. Doppelt so viele arbeiten unter schlechten Bedingungen (33 Prozent), jeder Zweite unter mittelmäßigen (52 Prozent).

Mehr Arbeitsqualität bedeutet mehr Lebensqualität. Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit unseren Vertrauensleuten und Betriebsräten im Betrieb neben einer gerechten Einkommensverteilung für gute Arbeitsbedingungen ein. Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, umweltschonende Produktion, Organisation der Arbeit, betriebliche und berufliche Weiterbildung, Eingruppierung und Arbeitszeit – das sind nur einige der Themen, für die wir uns gemeinsam stark machen.