Sicherheit im Alter: Prekäre Beschäftigung und Altersarmut

Nach der Ausbildung nur Minijobs und im Alter arm?

Diana Schall aus Monheim ist gelernte Industriekauffrau. Nach ihrer Ausbildung geht die zweifache Mutter für ein Jahr in Elternzeit. Seitdem kämpft sie um den beruflichen Wiedereinstieg. Doch statt zu einem Vollzeitjob führten sie Praktika und Nebenjobs zu einem Minijob bei einem Discounter. Angesichts ihres geringen Einkommens sorgt sich Diana um die Zukunft: Um ihre eigene und die ihrer Kinder.

 
 

Nachdem Diana Schall ihre Ausbildung zur Industriekauffrau mit der Note "gut" abgeschlossen hat, geht sie für ein Jahr in Elternzeit, um sich um ihr zweites Kind zu kümmern. Danach möchte sie beruflich durchstarten, doch der Wiedereinstieg ist zunächst nicht möglich und wird mit der Zeit immer schwerer. Es beginnt ein Teufelskreis.

Keine Berufserfahrung

Ein vom Arbeitsamt vermitteltes Praktikum mündet betriebsbedingt nicht in einer Festanstellung. Doch Diana Schall gibt nicht auf: Während sie sich weiter intensiv um eine Stelle als Industriekauffrau bemüht, geht sie Nebenjobs in Discotheken, Eiscafés oder im Einzelhandel nach - sie muss schließlich Geld für ihre Familie verdienen. Das Problem: Je länger Diana nicht in ihrem erlernten Beruf arbeitet, desto geringer werden ihre Chancen bei Bewerbungen, da sie nach der Ausbildung keine Berufserfahrung vorweisen kann.

Sorge um die Zukunft

Inzwischen arbeitet die gelernte Industriekauffrau seit zweieinhalb Jahren in einem Discounter auf Minijob-Basis. Im Grunde macht ihr die Arbeit Spaß, doch ist sie weit von dem entfernt, was sie sich für ihr Leben vorgestellt hat. In die Zukunft blickt die 28-Jährige zudem voller Sorge: Aufgrund ihres seit Jahren geringen Einkommens, kann sie kaum etwas in die Rentenkasse einzahlen - von privater Altersvorsorge ganz zu schweigen.

Die zweifache Mutter fürchtet, im Alter nicht selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen zu können, sollte sich ihre berufliche Lage nicht erheblich verbessern. Dianas größte Sorge ist es, später auf staatliche Zuwendungen oder gar die finanzielle Unterstützung ihrer Kinder angewiesen zu sein.